An Leichen lerne ich den Umgang mit Patienten
Beziehungen im 90-Minuten-Takt.
Habe ich das nicht auch
Hinter der Fieberkurve: da lag doch einer
Einmal im Vorbeiweh`n - und dann nicht wieder geseh`n.
Zurecht kommen mit der eigenen Rolle schon als Medizinstudent, für die und in der Praxis.
Den Ton finden, mit dem man sich selber sympathisch ist.
Den Patienten treffen, wo er selber undeutlich ist.
Verstrickungen entflechten, wo Kraft verloren geht
Zufriedenheit.
Das unstrittig beste Mittel, um sich in den Beziehungen mit den Patienten zurechtzufinden, ist die Balintarbeit: mithilfe der Balintarbeit lernt sich Angemessenheit, Sicherheit und der leichtere menschliche Umgang.
Nehmen Sie Kontakt auf mit örtlichen Balintgruppen, besuchen Sie die Studientagungen (Studenten werden immer als Bereicherung erlebt) der Deutschen Balint-Gesellschaft, wenden Sie sich mit Fragen an die Geschäftsstelle. |
Balintgruppen, auch für Studenten
Als Student hat man schon einige Kontakte zu Patienten erlebt. Für einige sogar bereits im Zivildienst oder freiwilligen sozialen Jahr. Dann in den Pflegepraktika der Vorklinik, in den Famulaturen, den Untersuchungskursen und vielleicht bei der Doktorarbeit und/oder Extrawachen. So mancher dieser Kontakte mag schnell wieder in Vergessenheit geraten, einige funktionieren vielleicht hauptsächlich als Gedächtnisstütze für besondere Erkrankungen, aber es gibt auch immer wieder Patientenkontakte, die sich einprägen, über die man immer wieder nachdenkt und über die man sich gerne austauschen würde. Das kann der Sterbende sein (bzw. die Angehörige) oder dieser „super nervige“ Patient. Es gibt viele Gründe, warum man von einer bestimmten Begegnung bewegt wird.
Leider bietet das deutsche Medizinstudium wenig Raum sich mit solchen Patientenkontakten zu beschäftigen. Der Patient wird all zu oft als eine Krankheit gesehen und genau um diese Krankheiten geht es dann auch im Studium. So bleibt kein Platz sich mit dem „Kontakt“ zu beschäftigen. Und doch macht dieser einen entscheidenden Teil im Beruf eines Arztes aus.
Genau diese Lücke füllt die Balintgruppenarbeit aus. Sie bietet die Möglichkeit sich intensiver mit solchen besonderen Kontakten zu beschäftigen und anhand dieser neue Strategien zu erarbeiten.
An einigen Universitäten werden Balintgruppen für Studenten angeboten. Aber auch alle Gruppen auf den Balint-Tagungen stehen für Studenten offen.
Dabei kann es sehr gewinnbringend sein, wenn in einer Balintgruppe sowohl Studenten als auch fertige Fachärzte vertreten sind, denn jeder kann seine eigenen Erfahrungen mit einbringen. So kann vielleicht so mancher Student leichter die Probleme eines Teenagers verstehen und ein erfahrener Arzt viele erprobte Strategien mit einbringen.
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