| Das von Prof. B. Luban-Plozza
und vielen anderen Dozenten, Studenten und Patienten
entwickelte „Ascona-Modell“ (WHO)
unterstützt die Grundprinzipien einer beziehungsorientierten
Ausbildung zum Arzt. Es ist ein Lehr-, Lern- und
Ausbildungsmodell für Studenten und zeigt
Wege auf, die Arzt- Patient- Beziehung in einer
Empathie-, narrativ- und prozessorientierten Medizin
evidence basiert zu erkennen und umzusetzen.
Das „Ascona-Modell“ hat
seinen Ursprung in den bahnbrechenden Arbeiten
von Enid und Michael Balint. Ihnen zu Ehren wurde
der Preis 1976 gestiftet. Er wird bei den alle zwei Jahre stattfindenden Kongressen der Internationalen Balint- Federation – 2009 in Rumänien – an Studierende der Medizin verliehen, die eine
Arbeit über eine Situation, eine persönliche
Begegnung und reflektierte Erfahrung mit einem
Patienten vorlegen.
Die Erfahrung in verschiedenen
Ländern zeigt, dass Studierende der Medizin
und jüngere Berufstätige in therapeutischen
Arbeitsgebieten durch die Ausschreibung von Preisen
stark angespornt werden. Deswegen wird der Preis
wiederum für Arbeiten ausgeschrieben, in
denen das persönliche Erleben der Beziehung
zu jeweils einem Patienten reflektiert wird.
Die Arbeiten sind nicht reine
Erfahrungsberichte, sondern sollen auch theoretisch
analysieren, was die Beziehung prägte und
welche therapeutischen Schritte angezeigt sind.
Die öffentliche Vergabe erfolgt jeweils in
einer besonders festlichen Stunde während
der oben benannten Tagungen. Die preisgekrönten
Arbeiten werden durch die Verleihung eines Geldpreises
gewürdigt.
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